Flatternde Harflinge

Frei nach den Mythenmetzschen Abschweifungen, einer Romanfigur von Walther Moers, folgen an dieser Stelle die Sammlung der "Flatternden Harflinge". Durch dieses Stilmittel unterbricht der Schreiber willkürlich den eigentlichen Kontext (in diesem Fall geht es um Harfen-Saiten), um sich direkt an den Leser zu wenden. Diese Abschweifungen haben mit der eigentlichen Handlung wenig oder nichts zu tun und flattern wie Flügel eines Harflings um das Thema. Es können nützliche Informationen sein, deren Sinn sich bisweilen erst bei der weiteren Lektüre erschließt, aber auch Ausfälle gegen ungeliebte Kritiker, phantastische Erzählungen, Auskünfte über sein Befinden oder einfach nur amüsantes Geplauder.


- Halbierung des Saiten-Durchmessers verdoppelt die Frequenz oder die Mensur
- Doppelter Saitendurchmesser halbiert die Frequenz oder die Mensur

- Halbierung der Saiten-Länge verdoppelt die Frequenz oder den Saitendurchmesser
- Doppelte Saiten-Länge halbiert die Frequenz oder den Saitendurchmesser

- Vierfacher Saiten-Zug verdoppelt die Frequenz oder die Mensur
- Viertel Saiten-Zug halbiert die Frequenz oder die Mensur


Haken - Harken - Hacken ...
Hakenharfen heissen Hakenharfen weil sie früher gebogene Haken als Umstimmer hatten.
Harken benutzt man zum Laub zusammen harken mit einer Harke oder einem Rechen.
Hacken kann der Metzger mit seinem Beil oder der Holzfäller seinen Holzscheit und auch gern seine Schuh-Hacken dabei zusammen schlagen.


Tabelle für die richtige Auswahl der Loveland Halbtonmechaniken


"Genormte Saitenabstände bei Harfen" lese ich immer wieder auf verschiedenen Webseiten. Klingt spannend aber bislang konnte ich noch nirgendwo eine Norm finden, die den "vorgeschriebenen" Saitenabstand diktiert. Weder in Deutschland, noch in der EU und auch nicht in Übersee. Was also wollen uns die Schreiber damit sagen, wenn sie von genormten Saitenabständen reden, die gar nicht genormt sind?
Meine Harfen haben übrigens Saitenabstände von 9 mm bis 17 mm - was mache ich damit falsch und welche entsprechen der nicht existierenden Vorgabe?


Häufig liest man von Anfängern den Wunsch nach einer kleinen, leichten, transportablen Harfe. Diese soll möglichst das Klangvolumen und Brillianz einer großen Standharfe haben. Die physikalischen Gesetztmäßigkeiten sprechen da allerdings eine gegensätzliche Sprache: Halbiert man die Saitenlänge bei gleichem Saitenzug, Ton und Saitenmaterial, so muss sich zwangsläufig der Durchmesser der Saite verdoppeln!
Eine dickere Saite wird sich gegenüber einer dünneren Saite mit gleicher Saitenspannung immer träger und unbeweglicher verhalten. Dadurch dass die dickere Saite schwingungsärmer ist, wird der erzeugte Ton nicht so brilliant und obertonreich klingen. Zudem schwingt die Saite deutlich schneller aus, klingt also nicht so lange nach und regt dadurch auch weniger Obertöne an. Das gesamte Klangbild wird dumpfer, leiser, verhaltener.
Um eine dünnere Saite verwenden zu können, müsste entweder die Zugspannung der Saite geringer werden oder es müsste ein anderes Saitenmaterial mit einer schwereren Dichte zum Einsatz kommen (z.B. Karbon oder Stahl statt Darm).
So ganz einfach klappt das mit den Wünschen und der Realisierbarkeit dann doch nicht ...


Gallistring Nr.27 wie von Camac für das c der kleinen Bassoktave verwendet, entspricht einem Darmäquivalent von 2,19 mm.
(4,5537 Gramm bei einem Test-Saitenstück von 950 mm Länge und einem Aussendurchmesser von 1,04 mm)
Bei einer Mensurlänge von 86,5 cm ergibt das eine Zugspannung von 25,03 kp.